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Juli 2003

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** NEUESTE MELDUNGEN IM NEWSWIRE **

  1. SBS richtet sein Augenmerk auf Osteuropa
  2. Plaut sieht Umschwung für 2003 voraus
  3. Plaut und CEO Bouten trennen sich
  4. Deloitte setzt auf europäischen Consulting-Chef
  5. PwC verkauft BPO-Geschäft an Exult
  6. WEITERE INFORMATIONEN - FEEDBACK/WEITERLEITEN AN EINEN KOLLEGEN

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Im Zuge des permanenten Kostendrucks in der IT wenden sich inzwischen viele kleinere Unternehmen Linux als Alternative zu Windows-basierten Lösungen zu. Das neue Whitepaper von Sageza bietet Beratern eine zeitgemäße Analyse zum Thema und nimmt verschiedene Kunden unter die Lupe, die sich entschlossen haben, mit der Tradition zu brechen und lieber dem Pinguin zu folgen . . . Bitten hier klicken


1. SBS RICHTET SEIN AUGENMERK AUF OSTEUROPA

Der IT-Dienstleister Siemens Business Services (SBS) hat sich im Bemühen um Aufträge der öffentlichen Hand aus EU-Beitrittsländern Abschlüsse in Höhe von $ 33 Mio. in Lettland und Ungarn gesichert.

SBS jüngster Auftrag sieht die Einrichtung und Betreibung eines elektronischen Archivs für Ungarns 270 Notare sowie die Installation eines Grenzkontrollsystems in Lettland vor, welches dazu beitragen wird, dass das Land die Anforderungen für den EU-Beitritt im kommenden Jahr erfüllen kann. Die Grundlage des lettischen Systems, welches dem von SBS entwickelten und im vergangenen Jahr in Litauen in Betrieb genommenen System ähnelt, werden eine richtfunkgestützte Kommunikationsinfrastruktur sowie eine web-basierte Software bilden.

SBS plant für das Jahr 2004 die Eröffnung eines elektronischen Archivs für Notare in Ungarn sowie einen von lokalen Rechenzentren aus betreibenden Online-Zugangsdienstes und Helpdesk.

Das Unternehmen rechnet mit Nachfrage aus EU-Beitrittsländern, die ihre Verwaltungsabläufe auf elektronische Basis umstellen, welche dazu beitragen würde, an die Erfolge mit öffentlichen Auftraggebern in Westeuropa anknüpfen zu können. Einer Studie der Gartner Group zufolge ist SBS Marktführer bei Government-Aufträgen in Westeuropa.

„Die osteuropäischen EU-Beitrittskandidaten bieten nach unserer Einschätzung einen Markt für IT-Dienstleistungen im zweistelligen Milliarden Dollar-Bereich", so Konzernchef Paul Stodden.


2. EDS ERHÄLT ZUSCHLAG FÜR $ 22 MIO.-VERTRAG IN POLEN EDS

Deutschland hat einen Vertrag über die Einrichtung einer neuen Billing-Infrastruktur mit Telekomunikacja Polska (TP) abgeschlossen. Das Abkommen hat eine Laufzeit von sechseinhalb Jahren und umfasst ein Volumen von $ 22 Mio.

EDS wird für die Implementierung und Integration der Telekommunikations-Billing-Softwarevon CSG Kenan/BP, einer von zahlreichen Telekommunikationsunternehmen, u.a. auch France Telecom, eingesetzten Lösung, sowie die Datenmigration aus bestehenden Systemen und die Wartung der Billing-Lösung verantwortlich sein.

Laut Bertrand Le Guern, dem Deputy CEO von TP, entschied man sich für EDS aufgrund der starken lokalen Präsenz des Unternehmens, seiner erwiesenen Leistungsfähigkeit und der Erfahrung auf dem Telekommunikationsmarkt.

TP ist Polens Marktführer im Bereich Telekommunikation und Service-Anbieter sowohl im Mobil- als auch im Festnetzbereich für 16 Millionen Kunden. Im Zuge der Liberalisierung des polnischen Telekommunikationsmarktes aufgrund der Anforderungen für den Beitritt zur Europäischen Union sieht sich das Unternehmen veranlasst, sein Dienstleistungsangebot zu aktualisieren.


3. PLAUT UND CEO BOUTEN TRENNEN SICH

Das IT- und Management-Beratungsunternehmen Plaut und sein CEO und Vorstandsvorsitzender Toon Bouten haben sich bereits einen Monat nach dessen Kommen wieder getrennt.

Plauts Aufsichtsrat hatte bekannt gegeben, dass Bouten das Unternehmen mit sofortiger Wirkung und im gegenseitigen Einvernehmen am 2. Juni verließe und hierzu ausgeführt: „Über die Gründe seines Ausscheidens wurde Stillschweigen vereinbart ."

Bouten, welcher der Plaut-Gruppe weiterhin beratend zur Verfügung stehen wird, wird durch den stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats Eberhard Lind ersetzt bis die Nachfolge feststeht.

Das Unternehmen, das nach einem Jahr der Kostensenkungen und Umstrukturierungen bestrebt ist, wieder an Boden zu gewinnen, sieht sich durch das Ausscheiden Boutens ohne permanente Führungskraft an seiner Spitze. Plaut schloss das Jahr 2002 mit einem Verlust von $ 27 Mio. vor Steuern bei einem Umsatzrückgang von 23 % auf $ 228 Mio. ab.

Die Reorganisation, welche auch die Veräußerung einer Reihe von Nicht-Kerngeschäftsfeldern umfasst, sollte die in Salzburg ansässige SAP- und Management-Beratung 2003 wieder in die schwarzen Zahlen führen. Durch den Verlust des CEO ist es nun jedoch fraglich, ob das Unternehmen seine Ziele erreichen wird.


4. DELOITTE SETZT AUF EUROPÄISCHEN CONSULTING-CHEF

Deloitte Touche Tohmatsu hat den in London ansässigen Deloitte Consulting-Partner Eggie Kock zum europäischen Leiter des Beratungsunternehmens ernannt, das sich momentan in einer Reorganisationsphase befindet, nachdem es nicht gelungen war, dessen Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsaktivitäten zu trennen.

In einer E-Mail an die Partnerunternehmen ließ Deloitte Consulting Chief Executive Paul Robinson verlauten, es sei nun wichtig, die regionalen Führungskompetenzen festzulegen und das vor allem in Europa, wo das Beratungsunternehmen über zahlreiche Kanzleien verfügt.

Kock, ein britischer Hauptteilhaber und Leiter von Deloitte Consultings Privatkundensparte Europa, wird die Verantwortung für die Leitung des Beratungsgeschäfts in Europa übernehmen. Der auch in Zukunft weiterhin in London ansässige Kock wird Paul Robinson, dem kürzlich ernannten Chef von Deloitte Consulting, welcher als zukünftiger globaler Leiter von Deloitte Touche Tohmatsus erweitertem Beratungsgeschäft gilt, unterstellt sein.

In Deutschland werden Deloitte Consulting und ihre 700 Partner und Mitarbeiter wieder in Deloitte & Touche zurückgeführt und mit der 100 Mitarbeiter starken Geschäftsberatungskanzlei des Wirtschaftsprüfungsunternehmens fusioniert. Peter Thormann, Deloitte Consultings Regional Managing Director für Deutschland, wird die Leitung dieser Kanzlei übernehmen.

Global gesehen wird das Geschäft wesentlich zu Deloittes Jahresumsatz von rund $ 3,5 Mrd. in den Sparten Consulting- und Advisory-Services beitragen. Die Zielkundengruppe wird sich von den internationalen Top 100 bis hinunter in das mittlere Marktsegment erstrecken. Die angebotenen Beratungs- und IT-Dienstleistungen sollen im Wesentlichen denen von Deloitte Consulting und seinen neuen Mitstreitern entsprechen, so z.B. Strategy and Operations, Organisation and Performance, Customer Relationship Management, Supply Chain Management, Enterprise Applications, Technology Integration, Outsourcing und Human Capital.


5. PwC VERKAUFT BPO-GESCHÄFT AN EXULT

PricewaterhouseCoopers hat ihre internationale BPO-Sparte (Auslagerung von Geschäftsprozessen) für $ 17 Mio. an den Human Resource Outsourcing-Spezialisten Exult veräußert.

Unter dem behördlichen Druck, sich von Nicht-Audit-Sparten zu trennen, hat PwC nun nicht nur Blue-Chip-BPO-Kunden wie Standard Chartered Bank, Tibbett & Britten, Grupo Algar und Safeway verloren, sondern auch 500 seiner Mitarbeiter, davon 350 im Vereinigten Königreich soeie die restlichen sowohl in Service-Zentren in Südamerika und Osteuropa als auch an PwC-Standorten in Westeuropa, Hongkong und Singapur.

Richard Smith, in London ansässiger Partner von PwC und globaler Leiter der BPO-Sparte, hierzu: „BPO war jahrelang eine strategische Service-Linie bei PwC ; wir galten als einer der Marktführer in der BPO-Branche. Aufgrund der behördlichen Auflagen sah sich PwC jedoch gezwungen, dieses Geschäftsfeld zu veräußern. Wir haben uns für Exult entschieden, da wir glauben, dass damit den Interessen unserer Hauptkunden bestens gedient ist."

Trotz des Verkaufs hat PwC einen internationalen BPO-Vertrag zurückbehalten, über dessen Namen jedoch Stillschweigen gewahrt wird.

Exult, das einer der Marktführer im Bereich HR-BPO ist und weltweit 500 Unternehmen zu seinen Kunden zählt, gibt an, die Übernahme werde sich ab Anfang des Jahres 2004 auf die Umsätze auswirken und zu einer erhebliche Einnahmensteigerung führen, da das Geschäft u.a. Verträge mit Restlaufzeiten von zwei bis sechs Jahren umfasse und von einem Gesamtumsatz in Höhe von $ 100 Mio. auszugehen sei.

2002 meldete Exult einen Nettoverlust von $ 10,6 Mio. Bei einem Umsatzanstieg von 54 % auf $ 420,4 Mio. Das in Irvine, Kalifornien, ansässige Unternehmen verfügt über Kundendienstzentren in den USA, Kanada, Europa und Indien.

Exult-Begründer, Chairman und CEO Jim Madden bezeichnete die Übernahme als „wichtigen Meilenstein" für das Unternehmen.


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